München | Steuercampus – 2. Bauabschnitt Untergeschoss
Im Nordosten Münchens wird der zweite Bauabschnitt des Steuercampus realisiert. Aktuell bestimmen die Baugrube sowie die Arbeiten am Untergeschoss das Bild auf dem Areal. Die Baugrube wurde bereits 2024 hergestellt; die Sohle liegt rund 9,50 Meter unter Geländeniveau.
Mit dem Start der Rohbauarbeiten im Oktober 2025 begann die sichtbare Umsetzung des zweiten Bauabschnitts. Die Neubauten ersetzen schrittweise die bestehenden Gebäude und orientieren sich in ihrer Kubatur am ersten Bauabschnitt aus dem Jahr 2018. Vorgesehen ist erneut eine Klinkerfassade.
Neben der Nutzung als Finanzamt werden als öffentliche Einrichtungen der Stadt München eine Kinderkrippe sowie ein Kindergarten in den Campus integriert. Planung und Ausführung erfolgen im Passivhausstandard.
Grundlage des Projekts ist ein städtebauliches Wettbewerbskonzept aus dem Jahr 2008. Der Steuercampus wird künftig bis zu 1.530 Arbeitsplätze aufnehmen. Der erste Bauabschnitt wurde bereits als Passivhaus mit sechs Bürogeschossen und rund 830 Arbeitsplätzen umgesetzt. Eine öffentliche Grünfläche im westlichen Arealbereich ergänzt das Ensemble und stärkt die Aufenthaltsqualität. Die weitere Umsetzung erfolgt abschnittsweise.
Mock-ups als Planungsinstrument
Bei Großprojekten mit Klinkerfassade entscheiden Nuancen über Wirkung und Wert: Fassadengestaltung, Fugenfarbe, Fensterdetails und das Zusammenspiel der Materialien lassen sich auf Plänen oder Renderings nur begrenzt beurteilen.
Deshalb werden häufig Mock-ups im Maßstab 1:1 errichtet. Sie machen Architektur vor Baubeginn erlebbar, zeigen Lichtwirkung, Proportionen und Materialität realitätsnah und reduzieren so Planungsrisiken.
Bei Investitionen in Millionenhöhe dienen diese Mock-ups als zentrale Entscheidungsgrundlage – und zugleich als Treffpunkt für Bauherren, Architekten, Fachplaner und Ausführende. Hier entsteht Klarheit, bevor gebaut wird.
Bär Stadelmann Stöcker Architekten | Nürnberg


